regularia 2026 – Das Regulatorik Forum für die Medizintechnik
03.03.26
Tuttlinger Stadthalle
Der neue Medizintechnik-Branchentreff für Regulatory Affairs
Die regularia ist eine neue Veranstaltung von Medical Mountains: mit Fachvorträgen, Diskussionsrunden und einer vielfältigen Ausstellung werden konkrete Lösungen für aktuelle bürokratische Herausforderungen in der Medizintechnik vorgestellt.
Die Veranstaltung richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus Regulatory Affairs und angrenzenden Bereichen – aus kleinen bis großen Unternehmen. Für die Ausstellung sind Dienstleister, Labore und Benannte Stellen mit dabei. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken wird ebenfalls vor Ort sein und die Veranstaltung feierlich eröffnen.
Auch wir sind mit einem Stand vertreten und präsentieren unter anderem unseren EUDAMED Manager, der Sie bei Erfassung, Pflege und Upload der EUDAMED-Daten unterstützt.
Auch unser Validierungsmanager und das Webterminal Qualitätssicherung sind wichtige Majesty-Tools, die Ihnen helfen, die regulatorischen Anforderungen zu erfüllen.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch an Stand 40.
majesty-Partner präsentieren sich beim Business Breakfast
Was für ein inspirierender Vormittag! 🌞
Beim Majesty Business Breakfast drehte sich alles um das, was die Majesty-Gemeinschaft so besonders macht: Partnerschaft, Innovation und gelebte Community.
In spannenden Kurzvorträgen präsentierten acht majesty-Partner ihre Lösungen, die das Majesty ERP-System auf vielfältige Weise ergänzen, erweitern und bereichern. Wir selbst haben dabei die innovativen Möglichkeiten zur Digitalisierung und Optimierung der Betriebsabläufe mit dem Majesty Webterminal vorgestellt.
Diese Vielfalt an IT-Lösungen von uns und unseren Partnern zeigte eindrucksvoll, wie flexibel und zukunftsorientiert das Majesty-Netzwerk ist – und wie gemeinsam mit unseren Partnern echte Mehrwerte für die Majesty-Anwender entstehen.
Webinar-Aufzeichnung: Grafische Produktionsplanung mit dem Majesty Leitstand
Grafische Produktionsplanung mit dem Majesty Leitstand
Der Majesty Leitstand ist ein leistungsstarkes Zusatzpaket für Ihr Majesty ERP-System, welches speziell für die tägliche Produktionsplanung entwickelt wurde.
Auf einer grafischen Plantafel stellt er Echtzeitdaten und flexible Planungstools für eine transparente und termingerechte Fertigung bereit. Aufträge lassen sich mobil steuern, Engpässe frühzeitig erkennen und Ressourcen optimal planen.
Sie lernen in diesem Webinar die Basisfunktionalität des Leitstands kennen und erfahren, wie Sie diesen flexibel an Ihre individuellen Bedürfnisse anpassen können.
Sie konnten nicht live dabei sein? Kein Problem – die Aufzeichnung steht Ihnen hier zur Verfügung.
Weitere Informationen zum Majesty-Leitstand finden Sie hier.
Neue Förderprogramme für die Digitalisierung ab 1. Juli 2025
Fördermöglichkeiten für Digitalisierung und ERP-Systeme
Seit dem 1. Juli 2025 stehen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) neue attraktive Förderprogramme zur Verfügung, um die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse – insbesondere durch die Einführung oder Erweiterung eines ERP-Systems – weiter voranzutreiben.
Ein modernes ERP-System ist heute die zentrale Voraussetzung für effiziente Prozesse, Transparenz und Skalierbarkeit im Unternehmen. Die Programme bieten nicht nur zinsgünstige Finanzierung, sondern in vielen Fällen auch Tilgungszuschüsse, die Ihre Investitionskosten nachhaltig senken.
Wir geben einen kompakten Überblick über die neuen Förderprogramme der KfW (Programm 511) sowie der L-Bank (Digitalisierungsfinanzierung) und zeigen, wie Sie Ihre ERP-Investition mit öffentlichen Mitteln wirkungsvoll unterstützen lassen können.
Beide Programme fördern Investitionen in
- ERP-Software (Kauf oder Lizenz)
- Beratung und Implementierungskosten
- Hardware, Infrastruktur & Schulungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem ERP-Projekt
KfW: ERP-Förderkredit Digitalisierung (Programm 511)
Das neue KfW-Förderprogramm ERP-Digitalisierungskredit richtet sich bundesweit an KMU mit weniger als 250 Mitarbeitenden.
Die wichtigsten Eckpunkte:
- Drei Förderstufen (Basis – LevelUp – HighEnd) mit wachsender Förderhöhe
- ERP-Förderzuschuss möglich ab Stufe 2 – reduziert Ihre Rückzahlungsverpflichtung!
- Antragstellung erfolgt über Ihre Hausbank.
L-Bank: Darlehensprogramm Digitalisierungsfinanzierung
Die L-Bank bietet für Unternehmen mit Sitz in Baden-Württemberg eine attraktive Erweiterung des KfW-Kredits an, in dem sie das KfW-Programm 511 mit zusätzlichen Tilgungszuschüssen des Landes kombiniert.
Ihre Vorteile:
- Zinsgünstige Finanzierung über die KfW
- Zusätzliche Tilgungszuschüsse der L-Bank (je nach Förderstufe z. B. 1 %, 2 % oder 5 %)
- Optional mit Bürgschaft über die Bürgschaftsbank BW kombinierbar
Welche Förderung am besten zu Ihnen passt, hängt vor allem von der Unternehmensgröße, dem Projektumfang und Ihrem Unternehmensstandort ab.
Grundsätzlich können Sie die Förderungen über Ihre Bank beantragen, die Sie auch individuell beraten kann.
Webinar-Aufzeichnungen: Digitale Prozesse in Produktion und Logistik
Digitalisierung der Betriebsabläufe mit dem Majesty Webterminal
Auf großes Interesse stießen unsere beiden Webinare zum Majesty Webterminal. Oliver Giese und Benjamin Schmidt stellten dabei die vier Module des Majesty Webterminals vor: Produktion, Maschinendatenerfassung, Logistik und Qualitätssicherung.
Sie konnten nicht live dabei sein? Kein Problem – die Aufzeichnungen stehen Ihnen hier zur Verfügung.
Weitere Informationen zum Webterminal finden Sie hier.
Digitale Prozesse in der Produktion
Das Majesty Modul Webterminal „Smart Production“ ist unsere Lösung für die Digitalisierung des Wertschöpfungsprozesses im Produktionsumfeld.
Im Webinar erfahren Sie, wie Sie Ihre Fertigung steuern, Produktionszeiten ganz einfach mobil erfassen und stets den Überblick über die Fertigungsfortschritte haben. Sie lernen intelligente Tools wie die Arbeitsvorratsliste und die Digitale Laufkarte kennen, mit denen Ihre Betriebsabläufe digital, effizient und übersichtlich werden.
Außerdem demonstrieren wir, wie Sie Ihre Maschinen direkt ans Webterminal anschließen können und somit jederzeit auf Livedaten des Fertigungsfortschritts zugreifen können.
Digitale Prozesse in der Logistik
Mit dem Majesty Modul Webterminal Logistik können Sie wichtige logistische Prozesse mit mobilen Scannern direkt in Ihrem Lager ausführen.
Wir zeigen Ihnen in diesem Webinar, wie Sie sowohl Ihre Wareneingangs– wie auch Ihre Versandprozesse vereinfachen können und wie die digitale Prüfdatenerfassung Ihre Qualitätssicherung verbessern kann.
Wählen Sie Ihre gewünschte Veranstaltung aus und sichern Sie sich Ihren Platz.
Majesty Online-Schulungen
In unseren praxisnahen Online-Schulungen machen wir aktive Majesty-User fit für konkrete Anwendungen mit Majesty. Unsere Majesty-Experten beantworten während der Schulung auch gerne Ihre Fragen zum jeweiligen Thema. Damit Sie die übermittelten Inhalte auch zu einem späteren Zeitpunkt nochmals abrufen können, wird das Event aufgezeichnet. Die Preise für die Schulungen entnehmen Sie bitte den einzelnen Veranstaltungen.
Majesty Webinare
In unseren kostenlosen Majesty Webinaren stellen wir Ihnen ausgewählte Majesty-Module, interessante Erweiterungen und spannende Neuentwicklungen rund um das Majesty ERP-System vor. Sie erfahren, welche Majesty-Funktionen Ihnen zu effizienteren Betriebsabläufen verhelfen, lernen Angebote unserer Partner kennen und profitieren von der Expertise unserer Majesty-Berater.
Majesty Events
Bei unseren Majesty Events, haben Sie die Gelegenheit, uns persönlich kennenzulernen und sich mit anderen Majesty-Anwendern auszutauschen. Wir informieren Sie zum Beispiel bei unseren beliebten Anwender-Stammtischen über neueste Entwicklungen und Funktionen rund um Ihr Majesty ERP-System. Bei verschiedenen Veranstaltungen lernen Sie auch Majesty-Partner und deren Angebote kennen oder erhalten spannende Erfahrungsberichte aus der Praxis eines Majesty-Anwenders.
NEU im Majesty Webshop: Produkte direkt bestellen
Die Majesty Module, Lizenzen und Schnittstellen auf einen Blick.
Majesty ERP Webshop
In unserem Majesty ERP Webshop erhalten Sie einen schnellen Überblick über unsere wichtigsten Module, Lizenzen und Schnittstellen – sowohl für die erste wie auch die zweite Majesty-Generation. Mit nur wenigen Klicks können Sie die Produkte, für die Sie sich interessieren, auswählen und ein individuelles Angebot anfordern.
NEU: Wenn Sie sich als Majesty-Kunde im Shop registrieren, können Sie Ihre gewünschten Lizenzen und Module direkt online bestellen. So sparen Sie Zeit und können die neuen Anwendungen schneller nutzen.
Mit dem Sachkonto den Überblick behalten |
Das Sachkonto – die fundierte Basis für Ihre Disposition
Das Sachkonto im Majesty-ERP-System bietet eine umfassende Lösung zur Optimierung der Lagerhaltung und Dispositionsprozesse in Ihrem Unternehmen. Das Tool visualisiert die komplette Dispositionssituation eines Artikels und bietet einen Echtzeit-Überblick über alle Bedarfe und Bedarfdecker eines Artikels. Die Funktion ist im Standard-Umfang der zweiten Majesty-Generation enthalten und kann an die individuellen Unternehmensanforderungen angepasst werden.
Nutzer können nicht nur die Struktur der gesamten Stückliste einsehen, sondern auch Engpässe frühzeitig erkennen. Geeignete Maßnahmen werden über die Dispositionsläufe anhand der Stammdaten ermittelt, im Sachkonto angezeigt und auch direkt in die Dispositionsmaske übernommen.
Die Reichweite des Artikels ist auf einen Blick in der Bestandsübersicht erkennbar. Hier kann auch über das Feld „Prüfung“ ein geplanter Auftrag simuliert werden und dessen Auswirkungen auf die Bestandssituation angezeigt werden.
Für Anwender bringt das Sachkonto erhebliche Vorteile: Es verschafft einen hervorragenden Überblick über die aktuelle Lager- und Bedarfssituation, was eine sichere und fundierte Grundlage für Dispositionsentscheidungen bildet. Die Möglichkeit, schnell auf Engpässe zu reagieren und Dispositionsentscheidungen effizienter zu treffen, verbessert die Reaktionsfähigkeit des Unternehmens erheblich. Darüber hinaus unterstützt das System die Einhaltung der Liefertermine, indem es Engpässe frühzeitig erkennt und geeignete Maßnahmen vorschlägt. Dies führt zu einer gesteigerten Kundenzufriedenheit durch zuverlässigere Lieferungen.
Sie finden das Sachkonto über den Menüpfad Lager / Disposition / Sachkonto oder über die Suchfunktion Strg+Q („Sachkonto“ als Suchbegriff eingeben)
Das Sachkonto in Majesty ist ein essenzielles Werkzeug, das die Effizienz der Lagerhaltung und Disposition durch technologisch fortschrittliche Funktionen und Anpassbarkeit steigert.

Papierlos in die Zukunft
Ausgedruckte Dokumente waren gestern. Die heutige Arbeitswelt ist online und digital. Dieser Wandel schreitet stetig voran, auch im Mittelstand. Warum EDI-Systeme dazu beitragen können, täglich wiederkehrende Prozesse zu erleichtern und Kapazitäten für wichtigere Dinge freizumachen.
Was bedeutet EDI?
Das Kürzel EDI steht für „Electronic Data Interchange“. Es bezeichnet den elektronischen Austausch von Geschäftsdokumenten. Dazu gehören zum Beispiel Bestellungen, Lieferscheine, Terminbestätigungen und Rechnungen. Ein EDI-System überträgt diese Dokumente sicher und in standardisiertem Format (zum Beispiel UN/EDIFACT/ANSI/VDA). Der Empfänger kann sie direkt im eigenen ERP-System weiterverarbeiten. Manuelle Eingriffe sind nicht erforderlich und eine Manipulation von außen ist nicht möglich. Entsprechende Schutzmaßnahmen gemäß Datenschutzrichtlinien sorgen für größtmögliche Sicherheit.
Der Mittelstand rüstet auf – Industrie 4.0
Eine EDI-Anbindung ist längst nicht mehr nur ein Thema für Großkonzerne. Armend Selimi, Produktmanager und Teamleiter VFP-Entwicklung bei der majesty GmbH, erklärt: „Elektronischer Datenaustausch ist die Zukunft und wird inzwischen von immer mehr Lieferanten und Kunden erwartet. Viele mittelständische Unternehmen rüsten gerade um.“ EDI bringe einerseits die Fehlerquote nach unten und reduziere andererseits den gesamten Workload. „Das Thema EDI stammt zwar ursprünglich aus der Automobilindustrie“, weiß Selimi. „Aber auch Krankenhäuser und Mittelständler aus der Medizintechnik springen auf den Zug auf. Gerade bei Bestellungen mit hoher Artikelanzahl ist EDI inzwischen alternativlos.“
Erschwingliche Lösung für die Medizintechnik: Majesty-EDI
Die majesty GmbH ist der Meinung, dass EDI auch für kleine und mittelständische Unternehmen erschwinglich sein muss. Zu diesem Zweck gibt es zwei preiswerte Majesty-EDI-Module als Möglichkeit zum elektronischen Datenaustausch. Dank eines Konverters lassen sich alle Standards bzw. Formate abbilden oder übersetzen:
- „Majesty-EDI“ – die spezielle Lösung für den Datenaustausch zwischen Majesty-Anwendern
- „Fremdanbieter-EDI“ – die Lösung für die Kommunikation zwischen Majesty-Anwendern und Firmen mit anderen ERP-Systemen
Unabhängig von der Art der EDI-Anbindung ist die Integration in Majesty nahtlos und komfortabel. Sobald ein EDI-Teilnehmer im Stamm definiert ist, können die gewünschten Belege elektronisch übertragen werden. Eine Nachricht informiert über eingehende Dokumente. Über die Majesty EDI-Zentrale lassen sie sich anschließend per Mausklick weiterverarbeiten.
Welche Vorteile bietet EDI?
Unternehmen, die ihre Dokumente per EDI übertragen, haben gleich mehrere Vorteile:
- Sie sparen Zeit: Der Datenaustausch zwischen den Systemen erfolgt in Echtzeit.
- Sie haben weniger Aufwand und vermeiden Fehler: Belege müssen nicht mehr von Hand erfasst oder korrigiert werden.
- Sie sparen Personal: Das Team kann sich in Ruhe ums Kerngeschäft kümmern.
- Sie bieten attraktivere Arbeitsplätze: Routinearbeiten erledigt das System.
- Sie sorgen für reibungslose Prozesse: Nachgelagerte Schritte wie Produktion und Beschaffung können sofort umgesetzt werden. Prozessteuerung und Kapazitätsplanung verbessern sich durch aktuelle Daten.
Buchen Sie jetzt Ihr kostenloses Beratungsgespräch!
Wollen Sie wissen, wie EDI eingesetzt wird und welche Vorteile Sie hätten? In einem unverbindlichen Beratungsgespräch ermitteln wir Ihre persönlichen Bedürfnisse und klären alle wichtigen Punkte:
- Wie führen wir EDI im Unternehmen ein? Welche Schritte sind nötig?
- Welche regulatorischen Anforderungen gibt es? Wie werden die Daten verschlüsselt?
Unternehmen, die bereits mit dem ERP-Produkt Majesty arbeiten, können via Majesty-EDI miteinander Daten austauschen. Dies läuft über einen von Majesty bereitgestellten Dienst bzw. Server. In einem Verwaltungstool richtet die majesty GmbH die wechselseitige elektronische Beziehung zwischen Kunde und Lieferant ein. Nach Freischaltung kann der Austausch per EDI beginnen – zum Beispiel der Versand einer Bestellung mit Informationen über Artikel, Preise, Liefertermine und Zusatzinformationen. Der Lieferant importiert die Bestellung elektronisch als Kundenauftrag. Ohne Verzögerung erkennt er etwaige Unstimmigkeiten bei Preisen oder Rabatten und kann sie korrigieren. Auch die Auftragsbestätigung kann papierlos per EDI exportiert und beim Auftraggeber importiert werden. Das System aktualisiert dabei in der ursprünglichen Bestellung sowohl die bestätigten Liefertermine als auch die Preise.
Bei Versand der Ware exportiert der Auftragnehmer den Lieferschein. Der Auftraggeber wiederum verbucht den Wareneingang elektronisch. Alle relevanten Informationen wie Mengen und Chargen- oder Seriennummern sowie Herstelldatum und Verfalldatum werden ebenfalls übertragen. EDI bildet alle beim Wareneingang üblichen Prozesse wie gewohnt ab – nur eben digital: vom Warenbegleitschein über die Übergabe an die Qualitätskontrolle bis hin zum Einlagerungsvorgang mit Lagerplatzzuweisung. So ist zu jeder Zeit eine fehlerfreie Chargenrückverfolgung gewährleistet. Weil kein manueller Erfassungsprozess stattfindet, sind außerdem Tippfehler ausgeschlossen.
Ein elektronischer Datenaustausch ist auch mit Geschäftspartnern möglich, die nicht mit Majesty arbeiten. Alle Prozesse gestalten sich identisch wie bei der Nutzung von „Majesty-EDI“. Es gibt lediglich einen Unterschied bei der Datenübertragung und Umwandlung ins Format des Ziel-ERP-Systems. Dies geschieht mit einem EDI-Konverter, einer Drittanbietersoftware, und per SFTP-Server. Alle gängigen EDI-Übermittlungsstandards (UN/EDIFACT/ANSI/VDA) werden unterstützt. Ergänzend zum Majesty-EDI ermöglicht der Konverter zusätzlich die Abhandlung von Abrufaufträgen sowie der Import von Rechnungen.
Validierung von ERP-Systemen
Wie ERP-Softwarehersteller die Anwender bei der Validierung unterstützen können
Computer System Validierung (CSV) am Beispiel von ERP-Systemen im Medizintechnikumfeld
Validierung – Sinn und Zweck
Fehlerfreie Software – Als Anwender einer Software erwarten Sie, dass die eingesetzte Software zu jeder Zeit fehlerfrei arbeitet und die gewünschten Anforderungen bestmöglich abdeckt. In der Praxis gestaltet es sich meist schwierig nachzuweisen, dass die Software genau diese Eigenschaften aufweist. Ein solcher Nachweis wird im regulierten Umfeld, wie z.B. der Medizintechnik, durch bestimmte Normen (ISO 9001 bzw. ISO 13485) obligatorisch. Um diesen Nachweis zu erbringen, wird von einer durchzuführenden Computer System Validierung (CSV) gesprochen.
Diese Validierung liefert den Nachweis, dass ein Computersystem die Anforderungen für eine vordefinierte beabsichtige Verwendung erfüllt. Auf ein ERP-System bezogen bedeutet dies: Es wird nachgewiesen, dass die Software das macht, was sie machen soll.

Nicht jede im Unternehmen eingesetzte Software unterliegt dieser Validierungspflicht. Deshalb wird empfohlen, zunächst ein Verzeichnis aller eingesetzten Softwareprodukte anzulegen und für jede Software folgende Sachverhalte zu klären:
Beeinflusst die Software (oder einzelne Bereiche davon) die Qualität meiner Dienstleistungen oder Produkte?
Können im Extremfall durch Software-Fehlfunktionen Personen zu Schaden kommen?
Diese Fragen sollen anhand folgenden Beispiels beantwortet werden: Einsatz eines ERP-Systems in einem Medizintechnikunternehmen
Mit dem Einsatz einer ERP-Software werden Warenwirtschafts-, Logistik- und Finanzbuchhaltungsfunktionen sowie Funktionen im Bereich der Produktion oder Qualitätssicherung abgebildet und unterstützt. Die Notwendigkeit, bestimmte Teilbereiche der Software zu validieren, kann durch zwei einfache Anwendungsfälle verdeutlicht werden:
- Wird ein Angebot fehlerhaft ausgedruckt, kann das einen wirtschaftlichen Schaden verursachen. Die Qualität der hergestellten Produkte wird dadurch jedoch nicht beeinflusst und die Patientensicherheit wird nicht gefährdet. Somit ist diese Funktionalität als unkritisch einzustufen.
- Eine mittlerweile typische, nahezu branchenübergreifend essenzielle Funktion, ist die Rückverfolgung von Chargen- bzw. Seriennummern über die komplette Lieferkette hinweg. Sollte beispielsweise aufgrund falsch gehärteter Rohware ein Instrument gebrochen und dadurch ein Patient bei einer Operation verletzt worden sein, kann dies eine Rückrufaktion auslösen. Das ERP-System muss hierbei in der Lage sein, alle mit dieser Rohwarencharge hergestellten Produkte oder bereits erfolgte Lieferungen an Kunden zu ermitteln. Man spricht in diesem Fall von einer kritischen Funktion, für die eine Validierung erforderlich ist.
Wenn eine Software keinerlei kritische Funktionalität aufweist, muss diese nicht validiert werden. Das betrifft typischerweise Lohn- und Finanzbuchhaltungs- oder die reine Anwesenheitszeiterfassungssoftware.
Generell lässt sich sagen, dass ein in der Medizintechnikbranche eingesetztes ERP-System der Validierungspflicht unterliegt. Oft erwarten Anwender, dass der Softwarehersteller diese Validierung in Form eines Zertifikates bescheinigt und kein Aufwand für den Anwender entsteht. Dies ist in der Regel bei individualisierbarer Software nicht möglich, da der Einsatz anwenderspezifisch erfolgt. Das geschieht, indem z. B. Report-, Masken- oder Parameteranpassungen bis hin zu anwenderspezifischen Programmierungen vorgenommen wurden. Ferner ist die Umgebung, in der die Software eingesetzt wird, sehr individuell (Serverhardware, Server-Betriebssystemversionen, Festplattenlaufwerke, Cloud, Clientbetriebssysteme, eingesetzte Drucker, eingesetzte Datensicherung, verwendete Firewalls und Virenscanner uvm.). Die Validierung muss aus diesen Gründen in der Umgebung des Anwenders stattfinden. Dabei kann der Softwarehersteller mit gewissen Tools dazu beitragen, die Erst- und Revalidierung zu vereinfachen. Eine Revalidierung ist dann notwendig, wenn ein Update installiert werden soll, welches potenziell die kritischen Prozesse beeinträchtigen kann.
Um dem Anwender die Validierung zu erleichtern, sollten Softwarehersteller notwendige Informationen offenlegen. Dazu zählt der detaillierte Funktionsumfang der Software sowie Informationen zu Änderungen der Funktionalitäten durch ein Update. So wissen Sie stets, welche konkreten Funktionen von einem Update berührt werden und können dadurch gezielt revalidieren bzw. eine Komplettvalidierung vermeiden.
Unterstützung bei der Validierung durch den Softwarehersteller
1. Bereitstellung eines Funktionskataloges
Nur wenn der Anwender die Funktionalitäten seiner Software kennt, kann sichergestellt werden, dass kritische Funktionen identifiziert werden. Idealerweise liefert der Hersteller einen elektronischen Funktionskatalog mit eindeutigen Funktionskatalognummern.

2. Aufstellung der installierten Funktionen
Der Anwender muss darüber informiert sein, welche der Funktionen auf seinem System installiert sind und bei ihm genutzt werden können. Funktionskatalognummern zu nicht installierten Modulen sind für Anwender nicht relevant. Auch ungenutzte Funktionen müssen nicht validiert werden.
3. Auswertung der genutzten Funktionalitäten
Idealerweise werden ungenutzte Funktionen im System gesperrt oder ausgeblendet. Um den Anwender zu unterstützen, nicht genutzte Funktionalitäten zu identifizieren, können Protokolldateien und passende Auswertungen helfen.
Zu beachten ist, dass sowohl die installierten Funktionen als auch die genutzten Funktionen einem ständigen Wandel unterzogen sind und deshalb immer wieder überprüft werden müssen.
4. Bestimmung der Kritikalität von Funktionen
Der Hersteller kann, basierend auf Erfahrungswerten, eine unverbindliche Vor-Einstufung aller Funktionen hinsichtlich der Kritikalität vornehmen. Wird zum Beispiel eine Chargenrückverfolgung vom ERP-System angeboten, ist diese zumeist als „kritisch“ einzustufen. Arbeitet hingegen ein Anwender ohne Lagerverwaltung und damit auch ohne Chargenrückverfolgung, wird der Anwender diese Funktion als „unkritisch“ bzw. „nicht benutzt“ einstufen.
5. Bereitstellung von Change-Logs
Softwarehersteller sollten Änderungsprotokolle bereitstellen, damit transparent nachvollziehbar ist, welche Änderungen von Version X zu Version Y vorgenommen wurden. Dadurch kann ein Anwender herausfinden, ob diese Änderungen kritische Funktionalitäten betreffen (Revalidierung erforderlich) oder nicht (keine Revalidierung erforderlich). Idealerweise liegen die Change-Logs nicht als Fließtext, sondern auch elektronisch vor und referenzieren auf die Funktionskatalognummern (siehe Punkt 1).
6. Bereitstellung von Muster-Test-Protokollen
Häufig wird die Entwicklung eines Funktionstests zur Herausforderung für den Anwender, da die Anforderungen an Funktionen oft nicht eindeutig sind. In einem Testprotokoll werden umfangreiche Informationen dokumentiert. Dazu gehören üblicherweise
– die Vorbereitung des Tests
– die Durchführung des Tests
– die Akzeptanzkriterien des Tests
– die testdurchführenden Personen
– das Datum der Testdurchführung
– sowie das Testergebnis.
Ein Softwarehersteller kann die Anwender unterstützen, indem er für die wichtigsten kritischen Funktionen Muster-Testprotokolle bereitstellt.

7. Bereitstellung eines Muster-Validierungshandbuches
Damit die Validierung eine bei Auditoren anerkannte Form hat, kann der Softwarehersteller einige Dokumente bereitstellen, die der Anwender nach Bedarf anpassen kann. Nützliche Musterdokumente sind etwa:
– Validierungs-Masterplan
– User Requirements
– Risikoanalyse
– Design Qualification
– Installation Qualification
– Operational Qualification
– Performance Qualification.
Problematik der Revalidierung
Stellt der Softwarehersteller dem Anwender die oben erwähnten Tools zur Verfügung, wird der Revalidierungsaufwand vor der Installation eines Updates stark minimiert. Der Anwender kann in kurzer Zeit herausfinden, ob bei einem Update kritische Funktionen betroffen sind und welche Tests in einer Testumgebung durchzuführen sind, bevor das Update in der Live-Umgebung installiert wird. Wenn alle Tests durchgeführt und bestanden sind, kann das Update zur Installation freigegeben werden. Im Idealfall wurden durch ein Update keinerlei kritischen Funktionen geändert und eine Revalidierung kann entfallen.
Nach Erfahrungen des Autors werden in der Praxis durch viele Softwarehersteller nur unzureichend Tools bereitgestellt. Dadurch sind Anwender zumeist nicht in der Lage, eine effiziente Revalidierung durchzuführen. Das führt dazu, dass nach erfolgreicher Erstvalidierung oft über mehrere Jahre hinweg keine Updates installiert werden und Anwender mit einem veralteten Softwarestand arbeiten, welche teilweise zu gravierenden Sicherheitslücken führen kann. Daraus resultiert oft eine zeit- und kostenaufwendige Revalidierung.
Fazit
Aus Kostengründen keine Software-Updates zu installieren, schadet langfristig der IT-Infrastruktur des Unternehmens. Relevante Sicherheitsfeatures sowie Anpassungen an regulatorische Anforderungen durch Updates können essenziell für den Anwender sein. Hersteller können maßgeblich dazu beitragen, den (Re-)Validierungsprozess für Anwender zu erleichtern, indem erforderliche Dokumente und idealerweise softwarebasierte Tools zur Verfügung gestellt werden.
Mit der Branchenlösung Majesty steht ein Modul mit allen diesen Tools zur Verfügung. Informieren Sie sich jetzt unter Majesty Validierung.
Autor
Uwe Bader
majesty GmbH












